Gunfinder jetzt
karloooo

Wärmebildgerät oder Nachtsichtgerät?


Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräte werden in der Jägerschaft immer beliebter und sind immer mehr verbreitet. Einerseites sind sie unschlagbar, wenn es um das Aufspüren des Wildes geht, andererseits können Sie eine wertvolle Unterstützung dabei liefern, Wild zweifelsfrei anzusprechen- gerade bei der nächtlichen Bejagung des Schwarzwilds können so Fehlabschüsse vermieden werden.

Im Folgenden wollen wir einmal die wichtigsten Eigenschaften von Wärmebildkameras erklären und die beliebtesten auf dem deutschen Markt vorstellen- mit ihren Vor- und Nachteilen.

Die wichtigsten Eigenschaften von Wärmebildgeräten sind:

Anwendungsbereich: 

Je höher die Entfernung des Wildes, desto leistungsfähiger muss das Wärmebildgerät sein- also mit einer hohen Auflösung und einer möglichst großen Objektivlinse ausgestattet sein. Grund dafür ist dass man so auch auf weite Entfernungen Wild erkennen und ansprechen kann. Im Wald ist die Sicht begrenzt, daher reicht in Waldrevieren unter Umständen weniger Leistung.

Hersteller:

Die in Deutschland verbreitetsten Hersteller sind Pulsar und Liemke. Obwohl beide hervorragende Optiken herstellen gibt es Unterschiede die für den Nutzer relevant sein können: Pulsar stattet seine Wärmebildkameras mit externen Akkus aus, während die Akkus in Liemke verbaut sind.

Außerdem unterscheiden sich die Geräte in ihrer Gestaltung. Die Liemke geräte sind rund, zylindrisch und werden wie ein Spektiv gehalten. Die Geräte von Pulsar gleichen eher dem Design von Camcordern und sind eher auf Rechtshänder ausgelegt. Liemke-Geräte lassen sich von beiden Händen gleich gut halten.

Beide Hersteller bieten sowohl Geräte im Einsteiger als auch im Profisegment.

Pulsar: Axion Key (ab 1300 €),  Accolade XP50 LRF

Liemke:  Keiler 19 Lite (ab 1000 €) , Challenger 35, Keiler 35 Pro

Nachtsichtgerät oder Wärmebildkamera?

Ob man eher ein Nachtsichtgerät oder eine Wärmebildkamera kaufen sollte hängt von der Anwendnung ab. Im Wald sind Wärmebildkameras überlegen, weil nahe gelegene Bäume oder ins Sichtfeld hängende Zweige das Bild nicht überstrahlen, also heller erscheinen als im Hintergrund liegende Objekte. Auf dem Feld jedoch lassen sich mit dem Nachtsichterät die Beschaffenheit des Geländes deutlich besser erkennen als mit der Wärmebildkamera.

Nachtsichtgeräte sind Restlichtverstärker, diese funktionieren im Dunkel optimal wenn sie mit einem Infrarot Strahler verwendet werden. Dieser ist für das menschliche Auge unsichtbar, allerdings nicht zwangsläufig für das Wild. Wild kann also unter Umständen bemerken, dass es mit einem Nachtsichtgerät beobachtet wird, bei einem Wärmebildgerät besteht diese Gefahr nicht, weil kein Infrarotstrahl ausgesendet wird. Wärmebildkameras sind außerdem weniger witterungsabhängig als Nachtsichtgeräte. Wenngleich bei einer Wärmebildkamera manche Details weniger genau erkannt werden können als bei einem Nachtsichtgerät, ist es damit fast unmöglich, Wild zu übersehen- es hebt sich im Bild kontrastreich von seiner in der Regel kühleren Umgebung ab. Wärmebildtechnik lässt sich auch bei der Nachsuche einsetzen: Die Wärmesignatur von Schweiß als auch dem an den Platz gebannten Stück lassen sich damit oft gut erkennen (wenngleich Wärmebildtechnik keinen Hund ersetzen kann).

 

 

 

Anzeige
t