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Sehr seltenes G98 Wehrmannsgewehr – Kaliber 8,15x46R – seltene zivile Waffe des Systems 1898 für Wehrmanns-Wettbewerbe – Einzellader – Waffe von September 1925 – TBE und sehr seltenes Sammlerstück der Galaxie 1898 – TBE

800 €

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Beschreibung

Noch eine Waffe aus dem Weltall. Meister Flingus hatte sie bis heute noch nie in den Händen.

Das G98 Wehrmannsgewehr … Was ist das?

Das Mauser G98 oder Gewehr 1898 kennt jeder. Eine Ikone unter den Militärgewehren des 20. Jahrhunderts, die für die herausragende deutsche Ingenieurskunst steht. Von Paul Mauser entwickelt und 1898 offiziell bei der deutschen Armee eingeführt, wurde dieses Gewehr während des Ersten Weltkriegs zur Standardwaffe der deutschen Streitkräfte und, kaum verändert, auch im Zweiten Weltkrieg.

Mit einem unverwüstlichen Verschluss mit zwei Verriegelungswarzen, einem Magazin für Ladestreifen und all den Verbesserungen, die Paul Mauser seit 1871 patentiert hatte, hob sich das G98 durch seine außergewöhnliche Robustheit, Feuerkraft, makellose Fertigungsqualität und Präzision von der Konkurrenz ab. Damit wurde es auf allen Kontinenten zur bevorzugten Kriegswaffe – von Südafrika über Lateinamerika bis nach China.

Weltweit wurden in den verschiedenen nationalen 98-Systemen vielleicht mehr als 25 Millionen Waffen hergestellt. Ein weltweiter Erfolg Made in Germany.

Doch hier haben wir eine der Raritäten dieses Systems vor uns: ein Wehrmannsgewehr 98.

Beginnen wir mit der Geschichte.

Die Franzosen machten eine Revolution, um auch das Recht auf die Jagd zu bekommen. Seit den 1820er-Jahren gingen die französischen Bauern in großer Zahl auf die Jagd, anfangs oft mit Militärkalibern oder ähnlichen. Zum Schießen fanden die Franzosen erst nach der Niederlage von 1870 in großer Zahl – und meist mit dem Zimmerstutzen –, dann aber schon in der Schule.

Die Deutschen machten keine Revolution und durften nicht jagen. Große aristokratische Grundbesitzer behielten sich dieses Recht vor. Und das blieb auch lange nach 1918 so. Also gingen die einfachen Bürger zum Schießsport und standen damit den Schweizern und Österreichern näher als den Galliern oder den ligurischen Römern.

Die germanischen Stämme verwendeten meist prächtige, verzierte und geschnitzte zivile Schützengewehre, zunächst mit Kipplaufverschluss nach Art des Rolling Block, später mit Zylinderverschluss. Bei den Wettkämpfen setzten sich schließlich zwei Zentralfeuerpatronen durch: die 9,5X47R und unsere heutige 8,15 X46R, die sich in der germanischen Welt gegen die anderen durchsetzen sollte.

Ein hervorragendes Kaliber für den Schießsport, das auf 300 Metern bei offener Visierung optimale Präzision ermöglicht. Wenn die Augen mitspielen. Die Patrone ist ähnlich, aber nicht mit der US-amerikanischen 32-40 austauschbar. Sie lässt sich aus der 30-30 mit einem Bleigeschoss herstellen. Die Werkzeuge gibt es bei Hornady.

1897 führte ein Niederländer einen neuen Dreistellungskampf ein: liegend, kniend und stehend mit freiem Arm auf 300 Meter, im Sportkaliber 8×46 oder 8,15×46 mit einem 150-gr-Geschoss. Das Wehrmannsgewehr war geboren. Ursprünglich war das der Name eines zivilen Schießwettbewerbs, der allerdings stark militärisch geprägt war. Man könnte sagen: eine Art TAR.

Der Wettbewerb fand Anklang, doch in Deutschland blieb der Erfolg mäßig. Dort wurden die traditionellen zivilen Wettkämpfe mit Schützengewehren nach Wilhelm-Tell-Art weiterhin ganz unbeschwert ausgetragen.

Kurz nach der Einführung des 98 bei der Heer nahm Mauser dennoch ein Gewehr für diese Wettkämpfe in den Katalog auf: ein Militärgewehr für Zivilisten, das nichts anderes war als ein G98 mit einem Lauf im Kaliber 8,15 – dem damals führenden Kaliber unter den germanischen Sportschützen. Mauser gab ihm tatsächlich den Namen Wehrmannsgewehr. Von 1909 bis 1913 stellte Mauser etwa 1.800 dieser zivilisierten Militärgewehre für Schützenvereine im Kaliber 8,15X46R her. Ich betone, dass diese 1898er vollständig zivile Waffen waren.

So surreal es auch klingen mag: Während des Krieges stellte Mauser noch einige dieser Wettkampf-Wehrmannsgewehre her, obwohl die militärischen Aufträge auf Hochtouren liefen und die deutsche Kriegsindustrie bereits Mühe hatte, den Bedarf des Krieges zu decken.

Wahrscheinlich, um die militärische Vorbereitung auf dem Schießstand zu unterstützen. Wie viele wurden zwischen 1914 und 19…
8? Keine Ahnung. Aber 1.227 von 1916 bis 1922, also vielleicht 2.000/3.000 oder weniger zwischen 1914 und 1922. Reine Vermutung, aber sie scheint ziemlich realistisch. Jedenfalls sieht man diese kaum jemals.

Meines Wissens hat nur „Momo“ sie damals bis nach 1918 hergestellt. Es sind alles „klassische“ G98, der Ordonnanzwaffe sehr ähnlich, mit der Schiebeleiter-Visierung und geradem Kammerstängel, aber direkt im Kaliber 8,15 gefertigt und durch einen Holzblock im Magazin, der auf den Zubringer drückt, zu Einzelladern umgebaut.

Das Interesse an dieser Art von Wehrmanns-Wettkämpfen und den dazugehörigen Waffen wird nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und den Einschränkungen des Versailler Vertrags wieder etwas zunehmen.

Um in einer Zeit voller Einschränkungen weiter trainieren zu können, kehren manche zu den Wehrmanns-Wettkämpfen und zur guten alten 8,15×46 aus der Vorkriegszeit zurück, die nicht streng überwacht wird und praktisch nicht verboten ist – anders als die standardmäßige 8×57 der deutschen Armee.

Diese zivilen Waffen kommen also wieder auf den Markt, vor allem in Norddeutschland (der Süden, kulturell Österreich und der Schweiz näher, ist noch sehr Schützen-Buschen-geprägt).

Tatsächlich wird in dieser Zwischenzeit zwischen der Niederlage von 1918 und 1933 kaum mit .22 LR geschossen. Dieses Kaliber wird erst ab etwa 1927/30 und noch stärker nach 1933 massenhaft fürs Training eingesetzt, als der aufgeregte Schnauzbartträger an die Macht kommt und ein wirklich flächendeckendes Training mit diesem Kaliber fördert. Dafür braucht man viel mehr, kleinere Schießstände (50 statt 300 Meter) und eine massenhafte, von der Regierung finanziell unterstützte Produktion von .22-LR-Gewehren.

Ziel, Wettkampftyp und Maßstab änderten sich, also änderten sich auch Kaliber, Waffen, Schießstände und Budget. Denn .22 LR ist auch deutlich günstiger als 8,15, besonders bei diesen sehr hohen Mengen.

So, jetzt weißt du, was ein Wehrmanns Gewehr ist und warum man manchmal wunderschöne, neuwertige G98 mit militärischem Aussehen findet, die aber zu 100 % zivil und im Kaliber 8,15×46 eingerichtet sind.

Grob lassen sich also drei Arten von G98 unterscheiden, die speziell für Wehrmanns-Gewehr-Wettkämpfe entwickelt wurden: die vor 1922 von Momo hergestellten, alle mit Schneckenvisierung, geradem Kammerstängel und Mauser Banner. Dann solche wie unseres, die aus umgebauten G98 stammen, auf Einzellader umgerüstet und im Kaliber 8,15 gefertigt wurden. Sie wurden zwischen 1922 und 1930 von drei oder vier Herstellern produziert, teils mit flacher Visierung, teils mit Schneckenvisierung, mit oder ohne Gehäusemarkierungen von Fabriken aus der Zeit von 1914 bis 1918. Sie waren für diejenigen gedacht, die zwischen 1922 und 1930 wieder mit Wehrmanns-Wettkämpfen anfangen wollten.

Und schließlich einige, die noch von der Privatindustrie unter dem aufkommenden Dritten Reich hergestellt wurden, zusätzlich zu den zahlreichen .22-LR-Gewehren des Regimes. Sie hatten andere Auswurffenster, gekröpfte Kammerstängel und diesmal flache Visierungen. Das ist die letzte Version vor dem Einheitgewehr (ein anderes Thema, das Maître Flingus ein andermal behandeln wird).

Für einen G98-Sammler gibt es also mindestens drei Haupttypen, die es zu sammeln gilt. So wie ich selbst einer bin. Viel mehr als beim K.

Wie viele dieser Wehrmanns-Gewehre gab es?

Nach meinen Recherchen auf US-Seiten nur sehr wenige.

Die Zahlen zur Produktion von Momo von 1914 bis 1922 habe ich bereits genannt. Auch die in den Jahren 1922 bis 1930 auf 8,15 umgebauten Gewehr 98 sind sehr selten. Bekannt sind (noch) Exemplare von Mauser, Haenel und VCS. Die Katalogpreise lagen bei etwa 90/120 DM, vermutlich wegen der robusten Bauweise, die bei allen Teilen massive Stahlarbeit erforderte, des nötigen Laufaustauschs und der Verarbeitung.

Jedenfalls war das für die verarmten Deutschen jener Zeit absolut unerschwinglich. Noch einmal: Das sind zivile Waffen, die man selbst kaufte, um an einer bestimmten Art von Wettkampf teilzunehmen – keine massenhaft umgebauten Waffen, die an eine nach Rache dürstende Bevölkerung verteilt werden sollten …

Vielleicht insgesamt 5.000/6.000 von allen …
verschiedene Modelle des Wehrmanns Gewehr. Vermutlich etwas weniger. Und die meisten befinden sich inzwischen in den USA, geplündert im großen Durcheinander der deutschen Niederlage von 1945 und der Ausplünderung des Landes durch alle Alliierten. Dem war übrigens, als gerechte Vergeltung, eine gigantische Plünderung Europas durch die Deutschen zwischen 1939 und 1944 vorausgegangen.

 

Unsere heutige Waffe ist typisch für die wenigen Exemplare, die in den 1920er- und 1930er-Jahren für Wehrmanns-Wettkämpfer hergestellt wurden. Sie ist eindeutig zu 100 % zivil und basiert bei Verschluss und Gehäuse auf einem G98 von VCS (Schilling in Sühl). Diese Markierung ist die einzige verbliebene Spur einer möglichen ursprünglichen militärischen Verwendung – am Rand des Gehäuses. Die übliche Herstellerkennzeichnung und das Produktionsdatum, die normalerweise oben auf dem Patronenlager stehen, wurden sehr professionell entfernt oder waren vielleicht nie angebracht. Keine Kratzer oder Feilspuren – deutsche Handwerksarbeit aus jener Zeit.

Der Schaft ist für die damalige Zeit äußerst fortschrittlich: mit Griffrillen am Vorderschaft (die bei Ordonnanzwaffen Ende 1916 auftauchten) und einer Demontageöse im Kolben, die sich erst ganz am Ende des Krieges allgemein durchsetzte. Bemerkenswert ist, dass bei dieser zivilen Fertigung auf beiden Seiten des Schafts eine brünierte Demontageöse vorhanden ist (bei einer Ordonnanzwaffe undenkbar, da diese nur eine einzige Öse hatte, und auch das eher selten und natürlich nicht brüniert).

Das Holz ist aus schönem, hochwertigem Buchenholz und nicht aus Nussbaum wie bei 95 % der Militärwaffen. Natürlich gibt es keine militärischen Markierungen im Holz. Angesichts der beiden Ösen, des Holzes und der fehlenden Spuren jeglicher Markierungen ist nicht einmal sicher, ob dieser Schaft jemals beim Militär war. Da er nicht im Krieg eingesetzt wurde, ist sein Zustand nahezu neuwertig und weist nur sehr wenige Gebrauchsspuren auf. Keine größeren Dellen oder Ausbesserungen. Er braucht nur eine sorgfältige Behandlung mit Öl, um wieder prächtig auszusehen.

Mechanisch ist die Waffe perfekt – ihr Lauf ist spiegelblank und hat schöne, scharf ausgeprägte Züge. Tatsächlich neuwertig.

Die Waffe ist überall mit der Nummer 742 versehen (Beschläge, Schaftkappe, Lauf, Patronenlager …), außer am Kammerstängel, der aber ebenfalls zivil ist. Er trägt nämlich den gekrönten Handelsstempel „U“, der von der Kaiserzeit bis einschließlich zum Dritten Reich zivile deutsche Waffen kennzeichnet. Auch auf dem Lauf befindet sich der gekrönte „G“-Beschussstempel für zivile Gewehre. Die Schrauben sind in sehr gutem Zustand, nicht nummeriert und wie die Waffe brüniert. Eine zivile Ausführung.

Um ganz sicherzugehen, habe ich die Waffe vollständig zerlegt und dabei wunderschöne zivile, gekrönte G- und U-Stempel an den Laufteilen gefunden. Und ausschließlich zivile Stempel. Keine abgeschliffenen, entfernten oder überstempelten Militärstempel. Es handelt sich eindeutig um einen zu 100 % zivilen Lauf, der auf einem ehemaligen VCS-Gehäuse montiert ist.

Der gekrönte Handelsstempel U befindet sich auch links am Patronenlager unter der Nummer 742. Auf den Fotos der nicht zerlegten Waffe ist er zwar nicht zu sehen, weil er vom Holz verdeckt wird, aber er ist da. Zu 100 % garantiert, und ich habe auch ein Foto davon beigefügt. Eine zu 100 % kommerzielle Waffe.

Die Waffe hat das Kaliber 8,15x46R – der Holzblock, ebenfalls aus Buche, ist auch im Magazin vorhanden, um die Kapazität für Einzelladungen zu begrenzen. Die Blöcke haben eine besondere Form, und dieser hier ist korrekt.

Ein Stempel auf dem Lauf zeigt, dass die Waffe aus dem September 1925 stammt. Ein sternförmiges H und die Markierung ESB sind mir dagegen ein Rätsel (der Büchsenmacher, der den Lauf hergestellt hat?). Die am Lauf angegebene 7,7 mm ist das Bohrungsmaß des Laufs über die Felder.

Wie bei den meisten Wehrmanns, die ich auf US-Websites gesehen habe, wurden Gehäuse und Verschluss blank belassen (was übrigens entgegen einem hartnäckigen Mythos bei allen G98 aus der Kriegszeit ebenfalls normal war), während der Rest der Waffe (Lauf, Visier, Beschläge einschließlich Schaftkappe und sogar die beiden Demontageösen) mit einer tiefschwarzen, sehr schönen und keineswegs militärischen zivilen Brünierung versehen ist.

Diese originale Brünierung ist an 99 % der Waffe erhalten, außer an der Schaftkappe, wo sie nur noch zu 60 % vorhanden und etwas oxidiert ist (m
ist ebenfalls mit der Nummer 742 versehen). Insgesamt eine hervorragende Waffe.

Klarer Abzug, alle Federn schön straff, alle Schrauben in sehr gutem Zustand. Die Waffe lässt sich problemlos zerlegen. Insgesamt in hervorragendem Zustand, nahezu neuwertig und mit außergewöhnlicher Verarbeitung.

Letztlich eine sehr seltene zivile Wettkampfvariante des G98 – sehr wenig bekannt und in unseren Breitengraden wie auch anderswo äußerst selten – in nahezu neuwertigem Zustand. Eine außergewöhnliche Ergänzung für Sammler deutscher Waffen, Mauser-Systeme aller Art oder seltener ziviler Sportwaffen.

 

 

Waffe der Kategorie C gemäß CSI: gültige Schießlizenz mit Stempel und Unterschrift eines Arztes auf der Rückseite oder ein Jagdschein mit gültiger Verlängerung für das laufende oder das vorherige Jahr UND gültiger Personalausweis oder Reisepass.

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Details

ID 10338427
URL https://www.gunfinder.de/at/items/10338427
Kategorie Waffen / Ordonnanzbüchsen
Erwerbsberechtigung Erforderlich
Kaliber 8,15x46R
Zustand Neu
Standort 75002 Paris, Frankreich
Verfügbarkeit lieferbar
Versandkosten trägt Käufer

Verkäufer

Flingus Maximus
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