



















Waffenliebhaber schätzen Details und ihre Bedeutung.
Was könnte einen in diesem Fall mehr aus einer Geschichte reißen als ein einsamer Cowboy, der mit seinem Sechsschüsser siebenmal schießt?
Wir alle haben mindestens einen Film gesehen, in dem trotz der guten Absichten des Regisseurs eines dieser kleinen Details für einige ausgerissene Haare gesorgt hat …
Zum Glück hat Maître Flingus die Lösung: den Gasser-Revolver Modell 1898 mit … 8 Schuss!!
Mit ihm besteht keine Gefahr mehr, überrascht zu werden, wenn dein Gegner deine Kugeln zählt. Ein gewisser Polizeileutnant aus San Francisco könnte sogar davon profitieren, um die Bankräuber, die ihn mitten beim Essen stören, noch mehr zu piesacken!
Diese Überlegung zur Schusszahl mag kindisch erscheinen. Doch in den Köpfen der Generalstäbe der 1890er- und 1900er-Jahre war sie das keineswegs. Als man Anfang der 1890er-Jahre auf rauchschwaches Pulver und kleinere Kaliber umstieg, stellte sich die Frage, den Bestand an Faustfeuerwaffen unserer Armeen zu erneuern. Kaliber, Kapazität, Mechanismus, Zerlegen, Reinigen … das war die Gelegenheit, alles von Grund auf neu zu überdenken. Unsere 1892 entstand daraus.
Die Probleme mit dem Durchschlagen von Tannenbrettern und dem Durchdringen von Kürassen waren noch präsent. Das letzte Modell dieser Kürassen, das Frankreich 1891 einführte, sollte einer M-Gewehrkugel aus einem Lebel-Gewehr mit Kupfernickel-Mantel auf 375 m und einer Bleikugel aus einer Gras auf 100 m standhalten. Gerade genug, damit unser tapferer Reiter die Infanterielinie erreichen konnte, die es gewagt hätte, das Feuer auf unsere Braven zu eröffnen …
Leider ging dieser Vorteil mit der D-Kugel von 1898 verloren. Die Kürasse aus Chromstahl war schon vor dem Ersten Weltkrieg zum Verschwinden verurteilt. Die Kleinkaliberkugel hatte gewonnen.
Dem allgemeinen Trend zu folgen und wie bei den Langwaffen auch bei den Faustfeuerwaffen von 11-mm- auf 8-/7,5-mm-Kaliber umzusteigen, schien daher für alle europäischen Armeen selbstverständlich. Alle taten es.
Doch zwei Imperien stachen bei dieser allgemeinen Entwicklung dennoch hervor. Neben der Wahl eines kleinen Kalibers entschieden sie sich statt für Systeme mit gemeinsamer Auswurfmechanik dafür, die Schusskapazität ihrer Waffen zu erhöhen. Russland und Österreich-Ungarn wählten Revolver mit 7 beziehungsweise 8 Kammern.
Abgesehen von dieser Kapazität, die selbst einen Glock 17 blass aussehen lässt, handelte es sich um einige der modernsten Militärwaffen ihrer Zeit. Sowohl bei ihren hochentwickelten Abzugsmechanismen als auch bei der Stahlqualität müssen sie sich vor unseren heutigen Waffen kaum verstecken.
Während sich der russische Nagant 1895 mit einem speziellen Mechanismus und einer eigens dafür entwickelten Patrone für perfekte Abdichtung entschied, zeichnete sich unser österreichischer Rast und Gasser 1898 durch besonders einfaches Zerlegen ohne jedes Werkzeug aus (man muss nur den Abzugsbügel herausziehen – ein Mechanismus, der sich seltsamerweise auch beim japanischen Nambu-Revolver 26 findet, der fünf Jahre älter ist).
Der Abzugsmechanismus des Gasser ist ein Meisterwerk der Einfachheit und Konstruktion.
Seine Robustheit ist außergewöhnlich und das Risiko einer Fehljustierung sehr gering. Außerdem verfügt sein Abzugsmechanismus über das Abadie-System, mit dem sich der Hahn vom Abzug entkoppeln lässt. So muss man nur mit einem Ladestock nachhelfen und den Abzug betätigen. Anfangs etwas kontraintuitiv, aber mit etwas Übung äußerst wirkungsvoll.
Diese schöne Waffe wurde von Auguste Rast entworfen, einem Ingenieur der renommierten Firma von Léopold Gasser, die bereits dem stärksten europäischen Revolver seiner Zeit ihren Namen gegeben hatte: dem Gasser 1870, dessen Leistung der .45er-Patrone des Colt Peacemaker entsprach. Seine Munition stammt nämlich aus dem Gendarmeriekarabiner von Alfred Kropatschek, dem Vorläufer zahlreicher Waffen mit Röhrenmagazin. Einmal mehr zeigt sich: In der Welt der Waffen hängt alles miteinander zusammen …
Das Modell 1898 behebt die Mängel seines großen Bruders, des Modells 1870, sowie des für Offiziere leichter gemachten Modells 1876, insbesondere durch die Einführung eines …
Visier mit sehr großem Durchmesser (4 mm) und vollständig geführt.
Man hätte dennoch glauben können, dass die Karriere des Rast&Gasser 1898 bereits 1907 beendet war. Die Pistole wurde in den Armeen plötzlich modern, und der ewige österreichische Avantgardismus hatte erneut zugeschlagen – diesmal bei halbautomatischen Pistolen, mit dem Kavallerie-Roth-Steyr 1907 und dem Steyr-Hahn 1912 (mit sehr Colt-ähnlichem Aussehen, aber von oben mit Ladestreifen zu laden). Wunderschön, avantgardistisch und ziemlich kompliziert in der Herstellung.
Doch wie überall konnten die Arsenale mit Kriegsausbruch den Waffenbedarf der Armeen in einem schnell gigantisch gewordenen Konflikt nicht decken. Die seit zehn Jahren stillstehenden Maschinen der Firma Gasser mussten wieder angeworfen werden, um die Produktion des hervorragenden Gasser 98 erneut aufzunehmen!
Die Ingenieure nutzten die Gelegenheit, um ein oder zwei Details zu verbessern, etwa die Befestigung der Trommelachse, die nicht mehr in einer direkt in den Lauf gebohrten Aussparung saß, sondern mithilfe eines kleinen Schwalbenschwanzplättchens. Eine weitere bemerkenswerte Neuerung war die Verwendung des sehr modernen Chrom-Molybdän-Stahls, der deutlich widerstandsfähiger gegen Korrosion und Verformung ist. Dieses Rezept wird heute in der Präzisionswerkzeugherstellung vielfach eingesetzt.
Unser Exemplar stammt genau aus dieser Produktionsreihe.
Um diesen schönen Revolver in die Hand zu nehmen, achte auf den besonderen Winkel seines Griffs. Mit fast 90° ist er erstaunlich bequem und liegt eher wie eine Pistole als wie ein traditioneller Revolver in der Hand. Auch große Hände finden bequem Platz – und das liegt nicht nur an der feinen, schönen und kaum abgenutzten Nussbaum-Punzierung.
Du wirst feststellen, dass die beiden Griffschalen – in perfektem Zustand – nicht ganz symmetrisch sind, denn eine bleibt an der Waffe verschraubt, während die andere beim Zerlegen abgenommen wird.
Eine Besonderheit: Der Schlagbolzen ist mit einer Rückholfeder am Rahmen montiert und nicht am Hahn. Das trägt dazu bei, Zündversager zu reduzieren und verhindert, dass sich der Schlagbolzen verbiegt oder bricht. Hier zeigt sich der militärische Charakter der Waffe.
Wie es sich für eine Militärwaffe gehört, schließt eine sehr schöne Stahl-Griffkappe den Griff ab. Daran ist ein stabiler Riemenbügel befestigt. Ideal, um deine Schlüssel daran zu befestigen oder Nägel einzuschlagen, während du die Waffe am Lauf hältst. Nur ein Scherz.
Eine sehr schöne, gleichmäßige Patina bedeckt die gesamte Waffe. Es handelt sich um die originale Brünierung, die zu 95 % erhalten ist und sich hundert Jahre nach der Herstellung in einen angenehmen Grauton verwandelt hat. Keine Oxidationsstellen – keine Orangenhaut – nur sehr wenige Gebrauchsspuren – ein großer Teil der Gelbbrünierung ist noch erhalten, aber die Waffe muss von Grund auf gereinigt werden, denn sie ist ziemlich … Premium-Exemplar!
Die Mechanik läuft besonders geschmeidig, der Abzugsweg ist selbst im Double-Action-Modus sehr kurz. Dank der acht Schuss muss die Trommel nur eine kürzere Strecke zurücklegen, um sich auszurichten. Die Verriegelung ist erstaunlich frisch, die Indexierung perfekt.
Die Patronenlager sind schön, wenn auch etwas schmutzig, aber nicht angegriffen. Sie lassen sich mit 32 S&W Long laden, ohne die Hülse zu verändern. Diese Patrone ist günstig und leichter zu finden als die 32-20.
Alle Teile des Mechanismus tragen dieselbe Seriennummer. Die Waffe ist seit ihrer Herstellung unberührt – keine Basteleien.
Auf der rechten Rahmenseite befinden sich sehr schöne Markierungen: „Patent / Rast & Gasser / Wien“. Die Waffe ist vollständig nummerngleich. Auf der Oberseite des Rahmens befinden sich die Abnahmemarkierungen der k.u.k. Armee – sie stammt aus dem Jahr 1916.
Der Lauf ist in sehr gutem Zustand und weist schöne, ausgeprägte Züge auf, die im Grund allerdings leicht oxidiert sind. Voll schussfähig. Ein paar Bleigeschosse und ein paar Durchgänge mit der Laufbürste tun ihm gut. Wir zählen auf dich!
Maître Flingus schätzt diese bei uns ungewöhnlichen und etwas exotischen Waffen sehr, die es geschafft haben, an die Spitze der Technologie ihrer Zeit aufzusteigen, um daraus …
Objekte, die auch mehr als hundert Jahre später noch wie am ersten Tag funktionieren. Der Rast und Gasser ist einer der letzten Revolver, die vor der großen Tragödie vom August 1914 von einer europäischen Armee eingeführt wurden – ein Höhepunkt der Technologie und Büchsenmacherqualität und eine sehr schöne Ergänzung für Fans europäischer Ordonnanzwaffen oder des Ersten Weltkriegs. Beim Schießen ist er eine sehr angenehme und präzise Waffe. Liegt das an seinem großartigen Aussehen oder am Schützen? Ein Rätsel … Außerdem ist er in Kategorie D, und Madame kann ihn für Monsieur kaufen!
Waffe der Kategorie D gemäß CSI: gültiger Ausweis oder Reisepass erforderlich
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Wir wiederholen es gern! Die Waffenschmiede Flingus Maximus in Paris und überall in Frankreich hilft dir auch bei den Formalitäten für private Waffengeschäfte, dem Ankauf von Waffen- und Militaria-Sammlungen, Waffenschätzungen sowie Fragen zu Waffen in Nachlässen und Erbschaften. Kontaktiere deinen Lieblingsbüchsenmacher über unser Kontaktformular oder unter [email protected]
Hinweis: Alle Sammler-, Jagd- und Sportwaffen sind gebraucht und werden im Ist-Zustand ohne Garantie verkauft.
Alle historischen Waffen älterer Herstellung, die als Kategorie C oder D, „Sammlung“ oder „Cowboy Shooting“ verkauft werden, sind Sammlerwaffen, die nicht für den Schießbetrieb beschossen und nicht auf dem Schießstand getestet wurden. Sie wurden lediglich einer Sichtprüfung ihres allgemeinen Zustands unterzogen. Keine davon wurde zum Schießen verwendet; sie werden daher als ungetestet verkauft. Wer eine Waffe zum Schießen verwenden möchte, muss sich unbedingt vorher an das Nationale Beschussamt in Saint-Étienne wenden. Nur diese Stelle ist befugt, Beschussbescheinigungen für die Verwendung zum Schießen auszustellen.
| ID | 10338938 |
| URL | https://www.gunfinder.de/ch-de/items/10338938 |
| Kategorie | Waffen / Sammler- und Ordonnanzwaffen |
| Erwerbsberechtigung | Erforderlich |
| Kaliber | 8mmGasser |
| Zustand | Neu |
| Standort | 75002 Paris, Frankreich |
| Verfügbarkeit | lieferbar |
| Versandkosten trägt | Käufer |
