Das ThermTec Ventus 335L ist ein Multi-Spectrum-Wärmebild-Fernglas, das Wärmebild- und Digitalbeobachtung in einem Gerät vereint. Für Tageslicht, Dämmerung und Dunkelheit hast du so jeweils einen passenden Kanal. Der Wärmebildkanal arbeitet mit einem Sensor von 384 × 288 px und 12 µm Pixelpitch. Die Detektionsreichweite beträgt laut Hersteller bis zu 1.800 m. Der Digitalkanal löst mit 3536 × 3536 px auf und vergrößert 4× bis 16×. Ein Laser-Entfernungsmesser ist integriert.
Auf dem Ansitz oder bei der Revierkontrolle wechselst du je nach Licht zwischen den Kanälen, ohne ein zweites Gerät mitzuführen. Der Mehrwert liegt in dieser Kombination samt Entfernungsmessung und nicht in einem einzelnen Spitzenwert. Der Wärmebildkanal zeigt dir Wärmequellen, und für Details bei Licht ist der Digitalkanal da. Mit 2,48 kg ist das Fernglas kein Leichtgewicht. Die Tragetasche liegt bei.
Geeignet für Jäger, die Ansitz, Revierkontrolle und Nachsuche mit einem Gerät abdecken wollen und dafür Wärmebild, Digitalbild und Entfernungsmessung brauchen.
Weniger geeignet, wenn du ein besonders leichtes Gerät für lange Pirschgänge suchst (2,48 kg) oder einen Wärmebildsensor oberhalb von 384 × 288 px erwartest.
Der Wärmebildkanal des Ventus 335L nutzt einen Sensor mit 384 × 288 px bei 12 µm Pixelpitch. Die thermische Empfindlichkeit (NETD) liegt laut Hersteller bei 15 mK bei 300 K. Im Ansitz in der Dämmerung bekommst du ein durchgehendes Wärmebild, in dem du Wärmequellen im Gelände verorten kannst. Eine niedrige NETD hilft bei Nachsuche, Nebel und hoher Luftfeuchtigkeit, weil auch geringe Temperaturunterschiede sichtbar bleiben.
Für den Wärmebildkanal gibt ThermTec mit dem 35-mm-Objektiv (F0,9) eine Detektionsreichweite von bis zu 1.800 m an. Bei der Revierkontrolle über große Freiflächen bemerkst du Wärmequellen so früh, und auf 100 m deckt der Kanal ein horizontales Sehfeld von 21,9 m ab. Detektion heißt: Du siehst ein Wärmesignal. Welche Wildart es ist, entscheidest du erst beim Ansprechen.
Der separate Digitalkanal bietet 3536 × 3536 px und eine 50-mm-Optik (F1,4) mit 4× bis 16× Vergrößerung. Bei ausreichend Licht nutzt du ihn für das feinere Bild, wenn du ein Wärmesignal genauer betrachten willst. Der Wärmebildkanal deckt dagegen 2,6× bis 10,4× ab.
Der integrierte Laser-Entfernungsmesser zeigt die Entfernung zum beobachteten Objekt direkt während der Beobachtung an. In unbekanntem Gelände schätzt du Entfernungen auf Pirsch und Ansitz nicht mehr, sondern liest sie ab. Ein separates Messgerät brauchst du dafür nicht.
Das Ventus 335L läuft mit wechselbaren 18650-Li-Ion-Akkus und erreicht laut Hersteller bis zu 6 h Laufzeit. Die Angabe hängt von den Einsatzbedingungen ab. Für einen langen Ansitz oder eine nächtliche Revierkontrolle steckst du einen geladenen Ersatzakku ein. Geladen wird über USB-C.
Das Ventus 335L zeigt das Bild auf einem 0,5-Zoll-AMOLED-Display mit 1600 × 1200 px. Dazu kommen elektronische Bildstabilisierung (EIS), Bild-in-Bild, Hotspot-Tracking und ein Kompass. Ein interner Speicher mit 64 GB ist verbaut. Auf dem Ansitz hast du Beobachtung und Kompass in einem Gerät.
| Wärmebildkanal | |
|---|---|
| Auflösung | 384 × 288 px |
| Pixelpitch | 12 µm |
| Thermische Empfindlichkeit (NETD) | 15 mK bei 300 K |
| Objektiv | 35 mm / F0,9 |
| Vergrößerung | 2,6× – 10,4× |
| Horizontales Sehfeld auf 100 m | 21,9 m |
| Detektionsreichweite | bis 1.800 m (laut Hersteller) |
| Digitalkanal | |
| Auflösung | 3536 × 3536 px |
| Pixelgröße | 2 µm |
| Objektiv | 50 mm / F1,4 |
| Vergrößerung | 4× – 16× |
| Horizontales Sehfeld auf 100 m | 14,14 m |
| Display & Funktionen | |
| Display | 0,5 Zoll AMOLED, 1600 × 1200 px |
| Laser-Entfernungsmesser | integriert |
| Elektronische Bildstabilisierung (EIS) | ja |
| Bild-in-Bild (PIP) | ja |
| Hotspot-Tracking | ja |
| Kompass | ja |
| Interner Speicher | 64 GB |
| USB-C-Schnittstelle | ja |
| Stromversorgung & Allgemein | |
| Akkusystem | wechselbare 18650-Li-Ion-Akkus |
| Akkulaufzeit | bis 6 h (laut Hersteller) |
| Gewicht (Gerät) | 2,48 kg |
Für Wildbeobachtung und Revierkontrolle bei Tag und Nacht ja, weil Wärmebild-, Digitalkanal und Entfernungsmessung in einem Gerät stecken. Mit 2,48 kg ist es aber schwerer als ein einfaches Fernglas, was bei langen Pirschgängen ins Gewicht fällt.
Nein, die Herstellerangabe von bis zu 1.800 m ist eine Detektionsreichweite und bedeutet ein sichtbares Wärmesignal. Die Wildart sprichst du erst bei näherer Betrachtung an, bei Licht auch mit dem Digitalkanal.
In Dämmerung, Nacht oder bei schlechter Sicht zeigt der Wärmebildkanal Wärmequellen im Gelände. Bei ausreichend Licht liefert der Digitalkanal das feinere Bild für die genauere Betrachtung.
Der Wärmebildkanal macht Wärmequellen auch bei schlechten Lichtverhältnissen sichtbar, und die niedrige NETD hält geringe Temperaturunterschiede erkennbar. Er zeigt dir ein Wärmesignal, die Einordnung bleibt deine Aufgabe.
Die Laufzeit beträgt laut Hersteller bis zu 6 h pro Ladung, und die 18650-Akkus sind wechselbar. Plane deshalb Ersatzakkus ein, im Lieferumfang sind nur Fernglas und Tragetasche genannt. Geladen wird über USB-C.
Für die Entfernung zum beobachteten Objekt nicht, denn der Laser-Entfernungsmesser ist im Fernglas integriert und misst während der Beobachtung. Einen konkreten Messbereich nennt der Hersteller in den vorliegenden Unterlagen nicht.