Das HIKMICRO Falcon FQ50 2.0 ist ein Wärmebild-Monokular für die Jagd und Naturbeobachtung bei Dämmerung und Nacht, das dein Auge um eine Wärmebild-Sicht ergänzt. Es richtet sich an Jäger und Naturbeobachter, die weite Freiflächen, Feldränder oder Reviergrenzen aus der Distanz im Blick behalten wollen. Drei Werte bestimmen die Leistung: ein 640 × 512-Sensor mit 12 µm Pixelpitch, eine thermische Empfindlichkeit von unter 15 mK und eine Erkennungsreichweite von laut Hersteller bis zu 2.600 m.
In der Praxis zahlt sich das beim Ansitz auf offene Flächen, bei der Revierkontrolle in der Dämmerung und bei der Nachsuche aus, wenn sich Wild im hohen Gras oder Unterholz kaum vom Untergrund abhebt. Der 8-fache Digitalzoom und die Image Pro 2.0 Bildverarbeitung holen eine erkannte Wärmequelle näher heran und stellen sie auf dem OLED-Display kontrastreich dar. Der Mehrwert liegt in der großen Reichweite und dem robusten Magnesiumgehäuse für den Außeneinsatz – nicht darin, dass sich daraus zuverlässig die Wildart bestimmen lässt, denn dafür bleibt das Ansprechen mit bloßem Auge oder Tagesoptik nötig.
Geeignet für Jäger und Naturbeobachter, die mit einem Monokular große Freiflächen, Feldränder oder Reviergrenzen bei Dämmerung und Nacht beobachten wollen und Wert auf eine hohe Erkennungsreichweite sowie starken Digitalzoom legen.
Weniger geeignet, wenn du durchgehend beidäugig beobachten möchtest, denn das FQ50 2.0 ist ein Monokular und kein Fernglas – für dauerhaftes beidäugiges Sehen ist ein Wärmebildfernglas die passendere Bauform.
Der Wärmebildkanal des FQ50 2.0 nutzt einen ungekühlten VOx-Sensor mit 640 × 512 Bildpunkten und einem Pixelpitch von 12 µm. Dadurch bleiben auch feinere Strukturen wie Fell oder Astwerk im Wärmebild erkennbar, statt in groben Flächen zu verschwimmen. Für den Ansitz in der Dämmerung heißt das: mehr Bildinformation, bevor überhaupt der Digitalzoom zugeschaltet wird.
Mit einer thermischen Empfindlichkeit (NETD) von unter 15 mK bei 25 °C und einer Blende von f/0,9 registriert der Sensor auch geringe Temperaturunterschiede im Bild. Das macht sich vor allem bei Nebel oder Regen bemerkbar, wenn Temperaturkontraste zwischen Wild und Umgebung sonst verschwimmen. Eine niedrigere NETD verbessert vor allem die Bildruhe bei schwierigen Witterungsbedingungen.
Die Erkennungsreichweite des FQ50 2.0 liegt laut Hersteller bei bis zu 2.600 m, ermöglicht durch das 50-mm-Objektiv mit f/0,9-Blende. Das bedeutet, dass ein Wärmesignal auf dieser Distanz im Bild sichtbar wird – nicht, dass sich die Wildart auf 2.600 m sicher ansprechen lässt, dafür sind deutlich geringere Distanzen und gute Sichtverhältnisse nötig. Für die Übersicht großer Freiflächen reicht die Reichweite, um Bewegung frühzeitig zu bemerken.
Der 8-fache Digitalzoom vergrößert das Bild stufenlos von 2,7-fach auf bis zu 21,6-fach. So lässt sich eine auffällige Wärmequelle am Feldrand digital heranholen, ohne den Ansitzplatz zu verlassen. Bei starker Vergrößerung sinkt allerdings die Bildschärfe, wie bei jedem Digitalzoom.
Das FQ50 2.0 zeigt das Wärmebild auf einem 0,49 Zoll großen OLED-Display mit 1920 × 1080 Bildpunkten, aufbereitet durch die Image Pro 2.0 Bildverarbeitung. Das sorgt für kontrastreiche Konturen, etwa wenn zwischen Gestrüpp hindurch nach Bewegung gesucht wird. Mehrere Farbpaletten lassen sich umschalten, je nachdem, welche Darstellung in der jeweiligen Umgebung die beste Kontur liefert.
Der Li-Ion-Akku vom Typ 21700 versorgt das Monokular laut Hersteller bis zu 6,5 Stunden. Für einen ganzen Ansitz oder eine längere Nachsuche lohnt sich ein Wechselakku als Reserve, da der Typ 21700 ein gängiges, austauschbares Zellenformat ist. So bleibt das Gerät auch nach Einbruch der Dunkelheit über mehrere Stunden einsatzbereit.
| Sensor & Optik | |
|---|---|
| Sensortyp | ungekühlter VOx-Sensor |
| Auflösung | 640 × 512 px |
| Pixelpitch | 12 µm |
| Thermische Empfindlichkeit (NETD) | unter 15 mK (bei 25 °C, F#1,0) |
| Brennweite | 50 mm |
| Blende | f/0,9 |
| Sichtfeld | 8,8° × 7° (15,4 m × 12,2 m auf 100 m) |
| Vergrößerung | 2,7-fach bis 21,6-fach (8-facher Digitalzoom) |
| Erkennungsreichweite | bis 2.600 m (laut Hersteller) |
| Display, Bildverarbeitung & Speicher | |
| Display | 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 px |
| Bildverarbeitung | Image Pro 2.0 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Stromversorgung | |
| Akkutyp | Li-Ion, Typ 21700 |
| Laufzeit | bis 6,5 h (laut Hersteller) |
| Gehäuse & Allgemein | |
| Gehäusematerial | Magnesium |
| Schutzklasse | IP67 |
| Hersteller-Artikelnummer | 50-2-141 |
| EAN | 6974004646998 |
Ja, da das Monokular ein Wärmebild erzeugt, ist es unabhängig vom Restlicht nutzbar. Die Bildqualität hängt dabei von der thermischen Empfindlichkeit und den Witterungsbedingungen ab, nicht vom Umgebungslicht.
Nein, die Erkennungsreichweite von bis zu 2.600 m bedeutet nur, dass ein Wärmesignal sichtbar wird. Für ein sicheres Ansprechen der Wildart sind deutlich geringere Distanzen und gute Sichtverhältnisse nötig.
Der verbaute Li-Ion-Akku vom Typ 21700 ist ein gängiges, austauschbares Zellenformat. Laut Hersteller hält eine Ladung bis zu 6,5 Stunden.
Der 8-fache Digitalzoom vergrößert das Bild stufenlos von 2,7-fach auf bis zu 21,6-fach. Bei hoher Zoomstufe nimmt die Bildschärfe wie bei jedem Digitalzoom ab.
Das Magnesiumgehäuse ist nach IP67 geschützt. Für Robustheit im Gelände sorgt laut Hersteller zusätzlich die zylindrische Bauform.
Ja, laut Produktbezeichnung liegt dem FQ50 2.0 eine Tragetasche bei. Weiteres Zubehör ist im vorliegenden Material nicht genannt.
Das Gehäuse ist laut Hersteller zylindrisch geformt und mit gummierten Bedienelementen ausgestattet. Das soll die Bedienung griffsicher und komfortabel halten, etwa bei längeren Beobachtungen im Ansitz.