Das HIKMICRO Lynx LH35 3.0 ist ein Wärmebild-Monokular, das dir Wild auch bei völliger Dunkelheit als Wärmesignal zeigt und so den klassischen Nachtsicht-Feldstecher ersetzt. Gedacht ist es für Jäger, die auf offenen Flächen und mittleren bis langen Distanzen ansitzen oder nachsuchen. Drei Zahlen bestimmen die Leistung: eine Detektionsreichweite von bis zu 1.800 m, eine thermische Empfindlichkeit von unter 15 mK und ein Gewicht von 354,5 g inklusive Akku.
In der Praxis zeigt sich der Nutzen vor allem beim Ansitz in der Dämmerung und bei der Nachsuche: Das leichte Gehäuse lässt sich lange ruhig halten, während der VOx-Sensor auch schwache Wärmekontraste sichtbar macht. Der Mehrwert liegt in der Kombination aus Reichweite, Bildschärfe und geräuschloser Kalibrierung über das HSIS-System – nicht darin, dass eine hohe Detektionsreichweite automatisch die sichere Ansprache der Wildart ersetzt.
Geeignet für Jäger, die auf offenen Flächen oder im Ansitz weite Distanzen beobachten wollen und mit rund 354,5 g ein leichtes, einhändig bedienbares Wärmebild-Monokular suchen. Auch für die Nachsuche bei völliger Dunkelheit eignet sich das Gerät durch die IP67-Schutzklasse und den Wechselakku.
Weniger geeignet, wenn du dauerhaft beidäugig beobachten möchtest, denn das LH35 3.0 ist ein monokulares Gerät für ein Auge. Auch wer durchgehend über mehrere Stunden ohne Akkuwechsel auskommen muss, sollte die Laufzeit von bis zu 5 Stunden (laut Hersteller) einplanen.
Der VOx-Sensor des LH35 3.0 arbeitet mit 384 × 288 Pixeln bei einem Pixelabstand von 12 µm und liefert damit ein feinaufgelöstes Wärmebild. Im Ansitz auf offene Flächen lassen sich Konturen und Bewegungen dadurch auch auf größere Distanz noch klar unterscheiden. Die Bildfrequenz von 50 Hz sorgt zusätzlich für eine flüssige Darstellung bei schnellen Bewegungen im Bild.
Mit einer thermischen Empfindlichkeit von unter 15 mK (NETD, bei 25 °C und F1.0) registriert das LH35 3.0 auch geringe Temperaturunterschiede im Wärmebild. Das macht sich vor allem bei flachem Winkel und feuchter Witterung bemerkbar, wenn Kontraste schwächer ausfallen. In Kombination mit der F1.0-Lichtstärke des 35-mm-Objektivs bleibt das Bild dadurch auch in der Dämmerung kontrastreich.
Laut Hersteller erreicht das LH35 3.0 mit seinem 35-mm-F1.0-Objektiv eine Detektionsreichweite von bis zu 1.800 m. Das bedeutet, dass auf dieser Distanz ein sichtbares Wärmesignal erkennbar ist – nicht, dass sich die Wildart dort schon sicher ansprechen lässt. Für die Entscheidung, was du siehst, braucht es wie bei jedem Wärmebildgerät eine geringere Distanz und ausreichend Übung im Ansprechen.
Die optische Basisvergrößerung des LH35 3.0 liegt bei 3,4×, per digitalem Zoom bis 8× steigt sie auf maximal 27,2×. Für die Übersicht auf mittlere Distanz reicht die Basisvergrößerung, für Details auf weiter entfernten Flächen hilft der digitale Zoom. Je stärker der digitale Zoom genutzt wird, desto gröber wird das Bild – das ist bei jedem Wärmebildgerät technisch bedingt.
Das 0,49″ AMOLED-Display des LH35 3.0 zeigt das Wärmebild mit 1920 × 1080 Pixeln in kontrastreicher Auflösung. Die Bildoptimierung über Image Pro 3.0 und Zoom Pro gleicht Kontraste automatisch aus, ohne dass du manuell nachregeln musst. Durch das HIKMICRO Shutterless Image System (HSIS) kalibriert sich das Bild geräuschlos nach, was bei lautlosen Ansitzen keine Aufmerksamkeit des Wilds erregt.
Der wechselbare 18650-Akku des LH35 3.0 hält laut Hersteller bis zu 5 Stunden bei 25 °C mit aktivem WLAN, bei −20 °C sinkt die Laufzeit auf etwa 4,5 Stunden. Für längere Einsätze lässt sich der Akku unterwegs einfach gegen einen geladenen tauschen, ohne das Gerät über USB-C an eine Powerbank hängen zu müssen. Geladen wird über den USB-C-Anschluss mit 5 V und 2 A.
| Sensor & Optik | |
|---|---|
| Sensor | VOx Uncooled Focal Plane Arrays |
| Auflösung | 384 × 288 px |
| Pixelabstand | 12 µm |
| Bildfrequenz | 50 Hz |
| Spektralbereich | 8–14 µm |
| NETD | unter 15 mK (bei 25 °C, F1.0) |
| Objektiv | 35 mm, F1.0, manueller Fokus über Fokusrad |
| Mindestfokusdistanz | 3,5 m |
| Vergrößerung | 3,4× bis 27,2× (davon 8× digital) |
| Sichtfeld | 7,5° × 4,6° (13,1 × 8,0 m auf 100 m) |
| Detektionsreichweite | bis 1.800 m |
| Display & Bildverarbeitung | |
| Display | 0,49″ AMOLED, 1920 × 1080 px |
| Paletten | Black Hot, White Hot, Red Hot, Fusion, Rot- und Grünmonochrom |
| Bildoptimierung | Image Pro 3.0, Zoom Pro, HSIS (Shutterless) |
| Funktionen & Konnektivität | |
| Funktionen | PIP, Hot Track, Distanzmessung, Video- und Audioaufnahme, Snapshot |
| Speicher | 64 GB intern (eMMC) |
| Konnektivität | 2,4 / 5 GHz WLAN-Hotspot für App-Steuerung |
| Stromversorgung | |
| Akku | wechselbarer 18650 Li-Ion-Akku |
| Laufzeit | bis 5 h bei 25 °C, WLAN an / 4,5 h bei −20 °C (laut Hersteller) |
| Ladeanschluss | USB-C (5 V DC, 2 A) |
| Gehäuse & Allgemein | |
| Schutzklasse | IP67 |
| Betriebstemperatur | −30 °C bis +45 °C |
| Abmessungen | 17,0 × 5,4 × 5,0 cm |
| Gewicht | 354,5 g (inkl. Akku) |
Die Detektionsreichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 1.800 m. Das beschreibt das Erkennen eines Wärmesignals, nicht das sichere Ansprechen der Wildart – dafür braucht es eine deutlich geringere Distanz.
Ja, das IP67-zertifizierte Gehäuse schützt gegen Staub und Wasser und ist laut Hersteller für Betriebstemperaturen von −30 °C bis +45 °C ausgelegt.
Dank des Shutterless Image Systems (HSIS) kalibriert sich das Bild geräuschlos nach, ohne das typische Klickgeräusch mechanischer Shutter-Systeme.
Der wechselbare 18650-Akku hält laut Hersteller bis zu 5 Stunden bei 25 °C mit aktivem WLAN, bei −20 °C etwa 4,5 Stunden. Ein zweiter geladener Akku verlängert den Einsatz unterwegs.
Ja, Snapshot- sowie Video- und Audioaufnahmen werden auf dem internen 64-GB-Speicher abgelegt.
Das LH35 3.0 baut einen 2,4-/5-GHz-WLAN-Hotspot auf, über den sich die App zur Steuerung und zur Live-Übertragung verbindet.
Ja, neben Akku, USB-C-Ladekabel, Trageriemen und Objektivschutzkappe gehört laut Hersteller eine Schutztasche zum Lieferumfang.