Das Persische Gewehr Modell 98/38 (oft auch als Persien-Mauser M1938 bezeichnet) im Kaliber 8x57IS gilt unter Historikern, Sammlern und Sportschützen als eines der qualitativ hochwertigsten und präzisesten Mauser-Gewehre, die je gebaut wurden. Es verbindet das legendäre deutsche Mauser System 98 mit der unübertroffenen tschechoslowakischen Friedens-Fertigungsqualität der Zwischenkriegszeit.
Der „Brünn-Vertrag“In den 1920er- und 1930er-Jahren leitete der persische Herrscher Reza Schah Pahlavi eine tiefgreifende Modernisierung seines Landes und der Streitkräfte ein. Da er den Einfluss der Großmächte Großbritannien und Russland fürchtete, suchte er nach einem neutralen, aber technisch führenden Waffenlieferanten.
Die Wahl fiel auf die tschechoslowakische Waffenfabrik Zbrojovka Brno (Waffenfabrik Brünn). Brünn fertigte damals auf originalen Mauser-Maschinen Gewehre in einer Verarbeitungsgüte, die selbst die späten deutschen Militärproduktionen übertraf.
Da sich im modernen Krieg kürzere, führigere Waffen als überlegen erwiesen, orderte Persien ab 1938 eine modernisierte Kurzgewehr-Variante. Dies ist das Modell 98/38. Die Produktion lief nur sehr kurz, da das Deutsche Reich im März 1939 die tschechische Republik besetzte. Die verbliebenen Maschinen in Brünn wurden danach für die Produktion der deutschen Wehrmacht-Karabiner umgerüstet.
Das Persische G. 98/38 unterscheidet sich optisch und mechanisch durch exklusive Details von Standard-Mausern. Auf dem Hülsenkopf ist prachtvoll das historische Wappen des Kaiserreichs Persien - Ein Löwe mit erhobenem Säbel vor einer aufgehenden Sonne - eingeprägt. Es befinden sich keinerlei lateinische Buchstaben oder arabische Ziffern auf der Waffe. Auf der linken Gehäuseseite steht in persischer Schrift (Farsi): „Langes Gewehr Modell 1317 Waffenfabrik Brünn“ (wobei 1317 dem islamischen Sonnenkalender entspricht, was das westliche Jahr 1938 markiert). Farsi-Seriennummern: Auch die Seriennummern und die Visiereinstellungen auf der Schiebeklimme sind in persischen Ziffern eingeschlagen.
Die Waffen wurden mit edlen, perfekt eingepassten Nussholzschäften und einer extrem tiefen, glänzenden Spiegelbrünierung ausgeliefert
Die Waffe darf nicht mit der uralten Patrone 8x57I (ohne S, dünnerer Durchmesser 8,09 mm) geschossen werden!
Ähnlich wie die irischen Enfields verbrachten auch viele persische Mauser-Gewehre Jahrzehnte ungenutzt in klimatisierten Arsenalen des Iran, bevor sie ab den 1970er- und 1980er-Jahren nach Europa und in die USA exportiert wurden.
Wegen der engen Fertigungstoleranzen in Brünn gelten sie auf 100 Metern unter Ordonnanzgewehr-Schützen als absolute "Tack Driver" (Loch-in-Loch-Schießer).
Sie stammt aus einer geerbten Sammlung, die ich nach reiflicher Überlegung nach und nach auflöse. Es fällt nicht leicht, sich von diesen Stücken zu trennen, jedoch sollen sie in die Hände Personen gelangen, die ihre Qualität und Geschichte zu schätzen wissen.
Das Gewehr kann nach vorheriger Terminvereinbarung selbstverständlich vor Ort besichtigt und begutachtet werden. Ich lege großen Wert auf Transparenz, sodass Sie sich persönlich vom Zustand der Waffe überzeugen können.
Der Preis ist Verhandlungsbasis. Allerdings bitte ich darum realistisch zu bleiben.
Da ich die gesamte Sammlung auflöse, werden in den kommenden Wochen weitere interessante und hochwertige Waffen angeboten. Ein Blick auf meine weiteren Anzeigen lohnt sich daher.
Ich freue mich auf Ihre Anfrage und beantworte offene Fragen gerne.
Hinweis: Der Verkauf erfolgt ausschließlich an Personen mit gültiger Erwerbsberechtigung und unter Einhaltung aller geltenden waffenrechtlichen Bestimmungen.