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Plusar Thermion 3 LRF 60

Ein Gastbeitrag von
Pulsar
Pulsar
Gunfinder Partner
Pulsar ist ein litauischer Hersteller von Wärmebildgeräten und Restlichtverstärker, welcher sich speziell an Jäger, Fischer, Forscher, Reisende, Touristen, Rettungskräfte und Sportler richtet.Derzeit in aller Munde ist das Modell Pulsar Axion XM30S, we...
Plusar Thermion 3 LRF 60

Mit der neuen THERMION 3 LRF 60 Serie stellt Pulsar die nächste Generation seiner hochwertigen Wärmebild-Zielfernrohre vor. Die beiden Modelle THERMION 3 LRF XR60 und XT60 bieten überarbeitete Wärmebildtechnik, einen leistungsfähigeren Laser-Entfernungsmesser sowie zahlreiche Verbesserungen bei Bedienung, Gehäuse und Energieversorgung. Während das XR60 auf eine höhere Vergrößerung ausgelegt ist, setzt das XT60 auf eine besonders hohe Sensorauflösung und ein breiteres Sehfeld.

 

Zwei Modelle mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die beiden Wärmebild-Zielfernrohre unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Sensorauflösung, Vergrößerung und ihres Sehfeldes. Das THERMION 3 LRF XR60 verfügt über einen Wärmebildsensor mit 640 × 480 Pixeln und einen Vergrößerungsbereich von 4- bis 40-fach. Mit einem Sehfeld von 12,8 Metern auf 100 Meter Entfernung ist es insbesondere für Anwender interessant, die eine höhere Ausgangsvergrößerung bevorzugen.

Das THERMION 3 LRF XT60 ist dagegen mit einem hochauflösenden 1280 × 1024-Pixel-Sensor ausgestattet. Damit bietet es die vierfache Pixelzahl des XR60. Sein Vergrößerungsbereich reicht von 2- bis 24-fach, während das Sehfeld mit 25,7 Metern auf 100 Meter Entfernung etwa doppelt so breit ausfällt. Dadurch ermöglicht das XT60 einen besseren Überblick über größere Bereiche und bietet gleichzeitig eine höhere Bildauflösung.

Beide Modelle verfügen über einen verbesserten Zoomalgorithmus und erreichen laut Hersteller eine thermische Detektionsreichweite von bis zu 3.100 Metern. Dabei handelt es sich um die Erkennung einer Wärmequelle unter definierten Bedingungen, nicht um eine zuverlässige Ansprech- oder Schussentfernung.

 

Verbesserte Bildqualität und leistungsfähigerer Entfernungsmesser

Besonders deutlich fallen die technischen Veränderungen beim XT60 aus. Gegenüber der Vorgängergeneration steigt die Sensorauflösung von 1024 × 768 auf 1280 × 1024 Pixel. Gleichzeitig wächst das horizontale beziehungsweise winkelbezogene Sehfeld von 11,7 auf 14,6 Grad. Auch der Vergrößerungsbereich wurde von zuvor 2,5–20× auf 2–24× erweitert.

Beide neuen Modelle verwenden ein 60-mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von F1.0 statt der bisherigen F1.1-Optik. Die größere Blendenöffnung ermöglicht es, mehr Wärmestrahlung auf den Sensor gelangen zu lassen, was sich insbesondere unter schwierigen Beobachtungsbedingungen positiv auf die Bilddarstellung auswirken kann.

Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft den integrierten Laser-Entfernungsmesser. Dessen maximale Messreichweite steigt von bisher 800 auf nunmehr 1.200 Meter. Dies entspricht einer Steigerung um 50 Prozent. Die vom Hersteller angegebene Messgenauigkeit beträgt ±1 Meter.

Neben Einzelmessungen unterstützt der Entfernungsmesser einen kontinuierlichen Scanmodus sowie die Messung der tatsächlichen horizontalen Entfernung (True Horizontal Distance, THD). Zusätzlich können Neigungs- und Höhenwinkel angezeigt werden.

Ergänzt wird die Entfernungsmessung durch einen integrierten Ballistikrechner. Dieser berücksichtigt das ausgewählte ballistische Profil und zeigt entsprechende Korrekturwerte sowie einen empfohlenen Haltepunkt an. Individuelle Profile lassen sich über die Anwendung Stream Vision Ballistics erstellen und per Bluetooth auf das Zielfernrohr übertragen. Dadurch stehen Entfernungsmessung und ballistische Informationen unmittelbar im Gerät zur Verfügung.

 

Kompakteres Gehäuse und überarbeitete Bedienung

Auch bei der Konstruktion hat Pulsar die neue THERMION-Generation weiterentwickelt. Mit Abmessungen von 391 × 76 × 96 Millimetern fällt das Gehäuse gegenüber dem Vorgänger um 5,1 Zentimeter kürzer und 0,8 Zentimeter schmaler aus. Das Gewicht bleibt mit jeweils 1,3 Kilogramm einschließlich Batterien allerdings unverändert.

Die klassische Zielfernrohrform wurde beibehalten, während mehrere Bedienelemente überarbeitet wurden. Das zentrale Fokussierrad lässt sich nun von beiden Seiten bedienen. Ein zusätzlicher Hebel am Zoomring ermöglicht eine stufenlose Vergrößerungsanpassung, ohne dafür durch digitale Menüs navigieren zu müssen.

Auch die Benutzeroberfläche wurde neu gestaltet. Eine horizontale Menüführung und thematisch gruppierte Einstellungen sollen den Zugriff auf häufig verwendete Funktionen vereinfachen.

Für die Anpassung des Wärmebildes stehen drei Empfindlichkeitsverstärkungsstufen, neun Farbpaletten und zwei Bild-in-Bild-Darstellungsvarianten zur Verfügung. Ein zusätzlicher Glättungsfilter reduziert sichtbares Bildrauschen. Darüber hinaus schaltet ein Näherungssensor das Display automatisch ab, wenn das Zielfernrohr nicht verwendet wird.

 

Aufnahmefunktionen, Akkulaufzeit und Robustheit

Die interne Speicherkapazität wurde gegenüber der vorherigen Generation von 64 auf 128 GB verdoppelt. Beide Modelle verfügen über einen integrierten Foto- und Videorekorder mit verschiedenen automatisierten Aufnahmefunktionen.

Die Shadow-Recording-Funktion speichert bereits die 30 Sekunden vor dem manuellen Start einer Aufnahme. Recoil Recording zeichnet jeweils 30 Sekunden vor und nach einer Schussabgabe auf. Mithilfe der AI Shot Detection können entsprechende Schussmomente innerhalb des aufgenommenen Videomaterials leichter gefunden werden.

Über die Anwendung Stream Vision 2 lassen sich Aufnahmen abrufen, Livebilder übertragen, Geräteeinstellungen verändern und Firmware-Updates per WLAN installieren.

Eine wichtige Änderung betrifft zudem die Stromversorgung. Erstmals verfügt die neue Generation über einen vom Anwender austauschbaren internen Akku. Dadurch lässt sich die interne Energiequelle bei Bedarf ersetzen, was die langfristige Nutzbarkeit der Geräte verbessert.

Bei der maximalen Betriebsdauer unterscheiden sich die Modelle deutlich. Für das XR60 gibt Pulsar eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden an, während das XT60 bis zu 8,5 Stunden erreichen soll. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem von der Nutzung einzelner Funktionen und den Umgebungsbedingungen ab.

Auch die Widerstandsfähigkeit wurde berücksichtigt. Beide Modelle verfügen über die Schutzklasse IP67 und sind damit staubdicht sowie gegen zeitweiliges Untertauchen unter festgelegten Prüfbedingungen geschützt. Die angegebene Stoßfestigkeit beträgt 6.000 Joule. Hinzu kommen ein Augenabstand von 65 Millimetern und ein Betriebstemperaturbereich von −25 bis +50 Grad Celsius.

Technische Daten im Vergleich

Merkmal THERMION 3 LRF XR60 THERMION 3 LRF XT60
Sensorauflösung 640 × 480 Pixel 1280 × 1024 Pixel
Vergrößerung 4–40× 2–24×
Sehfeld auf 100 m 12,8 m 25,7 m
Objektiv 60 mm F1.0 60 mm F1.0
Detektionsreichweite bis 3.100 m bis 3.100 m
Laser-Entfernungsmesser bis 1.200 m bis 1.200 m
Interner Speicher 128 GB 128 GB
Akkulaufzeit bis 14 Stunden bis 8,5 Stunden
Gewicht inkl. Batterien 1,3 kg 1,3 kg
Schutzklasse IP67 IP67

Technische Angaben laut Hersteller Pulsar.

 

Fazit: Zwei leistungsstarke Wärmebild-Zielfernrohre für unterschiedliche Anforderungen

Mit der THERMION 3 LRF 60 Serie präsentiert Pulsar eine umfassend überarbeitete Generation seiner Wärmebild-Zielfernrohre. Neben Verbesserungen bei der Bildgebung profitieren beide Modelle von einem Entfernungsmesser mit größerer Reichweite, einem kompakteren Gehäuse, erweiterten Aufnahmefunktionen und einer überarbeiteten Energieversorgung.

Das XT60 überzeugt auf dem Papier insbesondere durch seinen hochauflösenden Sensor, das breite Sehfeld und die niedrige Ausgangsvergrößerung. Das XR60 richtet sich dagegen an Anwender, die eine stärkere Vergrößerung und eine längere Akkulaufzeit bevorzugen.

Welches Modell sich in der Praxis besser eignet, hängt deshalb maßgeblich vom jeweiligen Einsatzbereich und den individuellen Anforderungen ab. Ein unabhängiger Praxistest steht noch aus, sodass sich die tatsächlichen Auswirkungen der technischen Verbesserungen auf die Bildqualität und Handhabung derzeit nicht abschließend beurteilen lassen.

Auf Grundlage der veröffentlichten technischen Daten stellt die neue THERMION 3 Serie jedoch eine bemerkenswerte Weiterentwicklung dar, die insbesondere für Interessenten hochwertiger Wärmebildoptiken einen genaueren Blick wert sein dürfte.

 

Hinweis:

Die rechtlichen Bestimmungen für Besitz, Montage und Verwendung von Wärmebild-Zielfernrohren unterscheiden sich je nach Land und Region. Vor dem Erwerb und Einsatz sollten die jeweils geltenden Vorschriften geprüft werden.

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