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Der Dackel - der heimliche Jagdallrounder

Gunfinder Magazin

Der Dackel, auch oft als Dachshund oder vor allem in der Jägersprache als Teckel bezeichnet, ist eine Jagdhunderasse, die in Deutschland gezüchtet wird. Es gibt mehrere Zuchtorganisationen, die sich auf die Zucht von Dachshunden spezialisiert haben, wie beispielsweise den Deutschen Teckelklub 1888. Dackel sind der FCI-Gruppe 4 zugehörig. 

Aussehen und Wesen

Dackel haben eine kompakte Gestalt. Die besonderen Erkennungsmerkmale eines Dackels sind seine langgestreckte Form und seine vergleichsweise kurzen Läufe. Die Dachshunde gelten als sehr muskulös mit aufrechter Haltung des Kopfes. Dieser ist im Vergleich zum restlichen Körper und den Läufen größer, was an einer gewollten Achondroplasie, also einer Verkürzung der Gliedmaßen liegt. Dackel existieren in verschiedenen Größen, aber auch Farb- und Fellausführungen. Rauhaar, Kurzhaar und Langhaar sind die üblichen Fellausführungen. Schwarz, rot, saufarben oder Kombinationen gelten hierbei als gängig. Vom Rassestandard ausgeschlossen sind allerdings einfarbig oder mehrfarbig weiße Dackel. Auch schwarze Dachshunde ohne Brand sind davon ausgeschlossen. 

Dackel gelten als sehr selbstbewusste Hunde. Das ist in vielen jagdlichen Bereichen, wie zum Beispiel der Dachsjagd, woher auch der Name Dachshund stammt, sehr hilfreich. Auch bei der Jagd auf anderes eher wehrhaftes Wild ist dies ein großer Vorteil. Was die Baujagd betrifft, ist der Dackel ein Einzeljäger und muss seine eigenen Entscheidungen treffen, da der Hundeführer in solchen Situationen nicht in Reichweite ist. Dackel verfügen allerdings über keine besonders große Bindungswilligkeit. Das bedeutet, dass die Hunde während ihrer Ausbildung liebevoller Konsequenz und eines guten Hundeführers bedürfen und die Ausbildung, wie bei allen Jagdhunden, möglichst schon als Welpe beginnen sollte Hierbei gilt auch zu beachten, dass ein Dackel mit zu hohem Selbstbewusstsein im Umgang mit anderen Hunden Konfrontationen verursacht, da er diesen gegenüber möglicherweise zu wenig Respekt zeigt. 

Einsatzgebiete des Dackels

Der Dackel wurde speziell für die Jagd gezüchtet. Insbesondere aber für die Baujagd auf Füchse oder Dachse. Dank seiner kurzen Läufe und des vergleichsweise geringen Brustumfangs kann der Dackel in die unterirdischen Baue der Tiere eindringen, um diese zu sprengen, also aus ihrer Behausung zu treiben. Wofür der Dackel allerdings kaum geeignet ist, ist, das Wild zu stellen oder sich auf einen Kampf einzulassen. Auch für die Stöberarbeit eignen sich Dackel ausgezeichnet. Bei Drückjagden flieht das durch den Dackel hochgemachte Wild langsamer und vertrauter und bleibt oft stehen, was ein viel besseres Ansprechen ermöglicht. Auch kommt es dadurch seltener zu Fehlschüssen auf flüchtiges Wild.

Häufige Krankheiten

Das auffälligste Merkmal des Dackels sind seine kurzen Läufe. Dabei handelt es sich um eine Chondrodysplasie, eine Form der Achondroplasie. Die Fehlbildung ist die Folge einer Mutation, welche eine frühzeitige Verknöcherung der Wachstumsfugen an den langen Knochen der Läufe und dadurch verkürzte und gebogene Gliedmaßen verursacht. Durch die im Vergleich zu den Läufen sehr lange Wirbelsäule kommt es für die Dackel auch hierbei zu Problemen. Eines davon stellt die sogenannte Dackellähme dar, wobei es sich um eine besondere Form des Bandscheibenvorfalls handelt. Bei der Dackellähme werden die Nervenbahnen in der Wirbelsäule teilweise abgeklemmt, was Lähmungserscheinungen und den Verlust der Kontrolle über die hinteren Gliedmaßen zur Folge hat. Um dies zu verhindern, sollte darauf geachtet werden, dass der Hund eine ausreichend starke Rückenmuskulatur entwickelt, indem er sich viel bewegt. Dadurch wird zusätzlich das Eintreten von Übergewicht unterbunden, was die Dackellähme zusätzlich begünstigt. Wenn die Dackellähme erst einmal entstanden ist, kann sie nicht mehr geheilt werden. Es gibt allerdings Operationsmöglichkeiten, Physiotherapien und Medikamente, die die Beschwerden lindern können.

Ernährung und Pflege

Dackel fressen gern und viel. Grundsätzlich gilt, was auch für alle anderen Jagdhunderassen gilt: Übergewicht vermeiden. Es wird durch Übergewicht nicht nur das Risiko für eine ganze Reihe von Krankheiten erhöhnt. Tatsächlich verkürzt ein zu hohes Gewicht bei Jagdhunden auch die Lebenserwartung. Des weiteren wird der Dackel in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, wird langsamer und schwerfälliger, was sich auf den Jagderfolg negativ auswirkt. Was die richtige Ernährung betrifft, sollten Leckerlis nur ganz bewusst gegeben werden. Es empfiehlt sich, den Dackel zur Gewichtskontrolle regelmäßig zu wiegen. Das reguläre Hundefutter sollte hochwertig sein und dem Hund alle wichtigen Nährstoffe liefern, die er für eine gesunde und ausgeglichene Ernährung braucht. Eine besonders gute und artgerechte Rohfütterung ist das sogenannte Barfen. Die Hunde bekommen nicht nur reichlich frisches Fleisch und Innereien, sondern auch eine große Portion an Vitamin- und Mineralsupplementen. Um die Unter- oder Überversorgung des Dackels zu verhindern, sollten sich Hundehalter immer an einen Tierarzt oder den Hundezüchter wenden. Trinknäpfe sollten jederzeit ausreichend befüllt vorhanden sein. 

Dackel benötigen eine regelmäßige Fellpflege, die allerdings ganz von der individuellen Felllänge abhängig ist. Um Verfilzungen vorzubeugen, sollte der Hundebesitzer den Hunde mit einem Hundekamm mehrfach in der Woche kämmen. Da Dackel einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb haben, ist es wichtig, das Fell von Schmutz oder unerwünschtem Geziefer zu befreien. Auch das regelmäßige schneiden der Krallen ist nicht zu vergessen, sowie das kontrollieren der Zähne. Dackel müssen nicht zwangsläufig gebadet werden, es reicht, wenn das Fell mit einer Bürste vorsichtig gereinigt wird. Wenn aber massive Fellverschmutzungen auftreten, dann sollte auf ein spezielles Hundeshampoo zurückgegriffen werden. Um Reizungen der Augen und Nasenschleimhäute vorzubeugen, muss streng darauf geachtet werden, dass der Schaum das Gesicht des Dackels nicht berührt. 

Training und Aktivitäten des Dackels

Dackel haben sehr viel Energie und müssen dementsprechend genügend Auslauf bekommen. Für Wanderungen oder ausgedehnte Spaziergänge ist der Dackel also der ideale Begleiter. Hin und wieder eine Pause einzulegen, schadet weder Hund noch Halter. Wenn Herrchen oder Frauchen allerdings eine Fahrradtour machen oder Joggen möchte, sollte der Dackel lieber zuhause gelassen werden, da er aufgrund seiner kurzen Läufe eher für langsames Tempo geeignet ist. Auch für viele Hundesportarten, wie zum Beispiel das Apportieren, lassen sich Dackel begeistern. Die Hunde haben große Freude am suchen und zurückbringen vom Herrchen geworfener Bälle oder Stöckchen. Dem Dackel muss viel Zeit zum Stöbern und Schnüffeln gegeben werden, damit er sich austoben kann. Nicht ohne Grund wenden sich Züchter für den Verkauf ihrer Welpen meistens eher an erfahrene Jäger oder Förster, denn bei ihnen kann der Dackel ohne Kompromisse ein artgerechtes Leben führen. 

Nachteile des Dackels

Dackel haben sehr wenig Respekt vor fremden Menschen und Hunden. Da Dackel eine unglaubliche Willensstärke haben, neigen sie dazu, zu kläffen. Deshalb muss der Hundebesitzer dieses Verhalten seines Hundes frühzeitig unter Kontrolle bringen, damit der Hund seine Grenzen aufgezeigt bekommt und der Besitzer weiterhin ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn haben kann.  Die Tiere sind durch ihre langgestreckte Körperform für die Dackellähme anfällig. 

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