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Afrikanische Schweinepest

Gunfinder Magazin

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruserkrankung die Wild- und Hausschweine befallen kann, worauf die befallenen Tiere mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 % binnen einiger Tage verenden.  Die Afrikanische Schweinepest wurde bei Schwarzwild bisher nicht in Deutschland festgestellt, vor allem in osteuropäischen Ländern werden die Fälle seit Jahren häufiger.

Symptome der ASP: 

Die befallenen Tiere haben hohes Fieber, Fressunlust, Koordinationsstörungen, Schwäche, Durchfall und neigen dazu, zu bluten - was sich in Haut-, Nasen- und Blut in der Losung zeigen kann. Außerdem ist die Fluchtbereitschaft geringer. Beim Aufbrechen des Tieres können blutige, geschwollene Lymphknoten, eine vergrößerte Milz sowie punktförmige Einblutungen in allen inneren Organen auffallen. Allerdings sind diese Symptome nicht zwangsläufig bei der ASP zu beobachten - Schwarzwild kann auch ohne das Auftreten dieser Symptome befallen sein. Eine eindeutige Diagnose ist nur vom Veterinär zu leisten.

Übertragung: 

Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion über Schweiß oder andere Körperflüssigkeiten übertragen. Die Übertragung kann direkt von einem Tier aufs andere erfolgen, der Erreger aber auch durch die Nahrung aufgenommen werden. Über die Infektion von Schwarzwild kann sich das Virus nach Expertenschätzung 25 km im Jahr ausbreiten. Durch den Menschen,  der zwar nicht infiziert aber kontaminiert werden kann, kann es sich jedoch deutlich schneller ausbreiten.

Gefahren der Afrikanischen Schweinepest:

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich nicht um eine Zoonose, die Krankheit kann also nicht auf den Menschen übergreifen. Die Gefahren für den Wildbestände und den Hausschweinbestand sind allerdings enorm, da die ASP sehr ansteckend ist, und eine sehr hohe Letalität aufweist. Im Fall des Auftretens eines ASP-Falls müssten im Umkreis mehrerer Kilometer alle Hausschweine gekeult werden um der Ausbreitung der Seuche entgegenzuwirken. 

Gegenmaßnahmen gegen die ASP:

Die wichtigste Gegenmaßnahme ist die verstärkte Bejagung des Schwarzwilds um die Wilddichte und damit die Infektionsmöglichkeiten zu reduzieren. Das Schwarzwild kann allerdings  jährliche Zuwachsraten von bis zu 300 Prozent erreichen. Weitere Gegenmaßen zielen vor allem darauf ab zu verhindern, dass der Mensch das Virus selbst transportiert ohne es zu merken. Jäger sollten möglichst nicht in osteuropäischen Gebieten jagen, in welchen das Virus bereits aufgetreten ist, und wenn, im Anschluss die Kleidung gründlich reinigen und desinfizieren. Außerdem dürfen unter keinen Umständen Essensreste im Wald zurückgelassen werden - denn diese können unter Umständen den Erreger beinhalten. Selbst in gepökeltem Schinken hält sich der Erreger noch mehrere Wochen. Für den Menschen ist das ungefährlich, für infizierte Schweine hingegen fast immer tödlich.

Die wichtigste Maßnahme für die Jägerschaft sind die verstärkte Bejagung des Schwarzwilds, bspw während der Milchreife, oder auf Drückjagden Bei auffälligen Merkmalen wie untypischem Verhalten ist umgehend der Amtsveterinär zu verständigen.

Weitere spannende Infos finden sich bei unserem Partner, dem Magazin Jagdzeit:

 

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